Gemäß der Verfahrensordnung der Tx-Registerstelle veröffentlichen wir im Folgenden die Kontaktdaten der forschenden Stelle, den Titel, sowie die im Anforderungsformular übermittelte Kurzdarstellung und den Forschungszweck zusammen mit der Selbsterklärung zu potentiellen Interessenkonflikten für 4 Jahre auf der Homepage.
Titel und Kurzdarstellung:
Nicht-randomisierte Auswertung von Registerdaten zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln (NANA): Use case Transplantationregister
Das Projekt NANA zielt darauf ab, die Nutzung von Registerdaten für die regulatorische Bewertung von Arzneimitteln mithilfe von nicht-randomisierten Auswertungen zu evaluieren. Hierfür emulieren wir hypothetische Referenz-RCTs mittels Methoden der kausalen Inferenz (target trial emulation).
Die hypothetische Studie, die mittels der Daten aus dem Transplantationsregister bearbeitet werden soll, untersucht, ob die präoperative Verabreichung von Dopamin an hirntote Organspender das Risiko einer verzögerten Transplantatfunktion nach einer Nierentransplantation verringert. Die zentrale Frage ist, ob Dopamin die anfängliche Transplantatfunktion verbessert und dadurch die Notwendigkeit einer Dialyse in der frühen postoperativen Phase verringert.
Diese Forschungsfrage basiert auf den Empfehlungen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (1) und der Publikation von Schnuelle et al. (2), die einen protektiven Effekt von niedrig dosiertem Dopamin auf die Nierenfunktion nahelegt.
Neben der Auswertung der Fragestellung mit den Daten aus dem Transplantationsregister zielt das NANA-Projekt darauf ab, konkrete methodische und praktische Hindernisse bei der Auswertung zu identifizieren und zu analysieren. Dazu zählen u.a. der Datenzugang, Verfügbarkeit und Qualität wichtiger Variablen und praktisch realisierbare Analysemethoden. Anhand von ausführlichen Auswertungen können wir im Anschluss u.a. konkrete Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Register und der statistischen Methodik aufzeigen.
(1) Deutsche Stiftung Organtransplantation, Information. Verbesserte Transplantfunktion durch Dopamin, 2019.
(2) Schnuelle P, Gottmann U, Hoeger S, et al. Effects of donor pretreatment with dopamine on graft function after kidney transplantation: a randomized controlled trial. JAMA. 2009; 302:1067-75.
Kontakt:
Schulz, Maxi
Institut für Medizinische Statistik, Universitätsmedizin Göttingen
Humboldtallee 32
37073 Göttingen
maxi.schulz(at)med.uni-goettingen.de
Titel und Kurzdarstellung:
Sekundärdatennutzung für die medizinische Forschung – Prototypische Anbindung Tx an die AVATRA-Plattform
Im Projekt soll eine Schnittstelle prototypisch entwickelt und implementiert werden, die die automatisierte Übergabe von pseudonymisierten Daten aus einer externen Datenquelle (Tx) an den AVATAR-Gesundheitsdatenraum ermöglicht. Der im Projekt „AVATAR – Anonymisierung persönlicher Gesundheitsdaten durch Erzeugung digitaler Avatare in Medizin und Pflege“ (Fkz: KIS60FAC004) entwickelte Workflow wird genutzt, um zu demonstrieren, dass die aus externen Datenquellen erhaltenen Daten anonymisiert und dann externen Anfragenden zur Verfügung gestellt werden können. Damit wird es möglich, z.B. Sensordaten und Daten der regulären Gesundheitsversorgung für die Forschung und die innovative Produktentwicklung im Bereich Medizintechnik (MT) und Diagnostik bereitzustellen und so den Translationsprozess von der Forschung über eine erfolgreiche Produktentwicklung bis zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu schließen.
Ziel des AVATAR-Projektes ist es, medizinische Daten aus verschiedenen Datenquellen abzufragen, diese pseudonymisiert auf einer Plattform zusammenzuführen, dort zu anonymisieren und auf das Reidentifizierungsrisiko zu bewerten. Wenn die Daten hinreichend anonym sind, werden sie entsprechend der konkreten Anfrage zusammengefasst und an die anfragenden Akteure aus Industrie und Forschung. Dabei werden keine Daten in einem Datenpool gesammelt, sondern bei jeder Anfrage neu in den angebundenen Datenquellen angefragt und abgerufen.
Um die Daten des Tx erfolgreich an den AVATAR-Datenraum anbinden zu können, wird die Datenstruktur des Tx evaluiert und derzeit bestehende Prozessabläufe zur Abfrage und Ausgabe der Daten analysiert. Aus den hier beantragten Daten wird von den Gesundheitsforen Leipzig (GFL) ein für das Vorhaben anbindungsfähiger Registerdatensatz mit einer zur technischen Infrastruktur des Tx-Registers ähnlichen Datenstruktur erzeugt. Für diesen durch GFL erzeugten Registerdatensatz wird prototypisch eine Schnittstelle zur automatisierten Datenabfrage und Übermittlung entwickelt und Software programmiert, die die Anonymisierung der übermittelten Daten gemeinsam mit den Daten anderer Datenquellen ermöglicht. Damit wird demonstriert, dass eine Anbindung an die AVATAR-Plattform unter realen Bedingungen grundsätzlich möglich ist.
Im Ergebnis wird es möglich sein, die Nutzung von Datensätzen des Tx für die medizinische Forschung, aber auch für die Entwicklung neuer medizintechnischer und diagnostischer Geräte (z.B. Telemedizin in Diagnostik, ärztlicher Konsultation und Therapie) zu demonstrieren. Daten aus der medizinischen Versorgung werden für Entwicklung, Zulassung und Marktaufrechterhaltung (z.B. im Rahmen der Post-Market Surveillance) nutzbar gemacht, um innovative Produkte in kürzerer Zeit und mit vermindertem Ressourcenbedarf auf dem Markt bereitstellen und damit die Patientenversorgung verbessern zu können.
Kontakt:
Dr. Eike Dazert
medways e.V.
Koordinator Projekt AVATAR
Keßlerstr. 21b
07745 Jena
edr[at]medways.eu
Titel und Kurzdarstellung:
Kumulative Allokationsnachteile für weibliche Lungentransplantatempfänger – führen Allosensibilisierung und die Notwendigkeit kleinerer Spenderorgane zu einem Überlebensnachteil bei Frauen?
Frauen mit Lungenerkrankung im Endstadium weisen z.B. aufgrund stattgehabter Schwangerschaften eine höhere Inzidenz von HLA-Alloantikörpern vor der Transplantation auf als männliche Patienten. Dies konnte in einer single-center Analyse eines großen Lungentransplantationsprogramms mit insgesamt 1082 inkludierten Empfängern bestätigt werden. Frauen hatten in diesem Kollektiv eine signifikant höhere Inzidenz zirkulierender HLA-Antikörper vor der Transplantation auf (40,3 % vs. 27,5 %, p>0,0001).
Darüber hinaus benötigen Frauen aufgrund ihrer geringeren durchschnittlichen Gesamtlungenkapazität in der Regel kleinere Spendertransplantate. Die zur Verfügung stehenden Spenderorgane haben durchschnittlich eine größere Körpergröße und damit auch eine größere Lungenkapazität. Diese demografischen Nachteile führen für Frauen bei dem ohnehin existierenden Spenderorganmangel zu längeren Wartezeiten, um eine HLA- und größenkompatible Organspende zu erhalten. Dies könnte direkt zu einem Überlebensnachteil für Frauen führen. In unserer vorläufigen Analyse war die durchschnittliche Wartezeit für weibliche Empfänger doppelt so lang im Vergleich zu männlichen Empfängern (306,7 Tage vs. 151,0 Tage, p<0,0001).
Die geplante Datenanalyse zielt darauf ab, diesen Nachteil bei der Verteilung von Lungentransplantationsempfängerinnen in einer größeren Kohorte weiter zu untersuchen. Eine weitere Charakterisierung des aktuellen Versorgungsstatus und den Auswirkungen auf das Ergebnis nach der Transplantation für weibliche Empfänger im Vergleich zu männlichen Empfängern ist notwendig, um zum Einen diesen Nachteil in der Allokation zu berücksichtigen, zum Anderen um den Zeitpunkt der Listung für Frauen ggf. früher zu definieren um die verlängerte Wartezeit zu kompensieren. Aus diesem Grund sind zum Einen die Daten der Listung und ggf. Entlistung relevant von Patientinnen die die Transplantation nicht erreicht haben um die Wartelistenmortalität zu erheben, zum anderen die Listungsdaten und das Outcome von Patientinnen nach Lungentransplantation. Dis soll geschlechtervergleichend durchgeführt werden. Ziel ist es, die Ergebnisse für Frauen in der Lungentransplantation insgesamt zu verbessern bzw. die demographischen Nachteile auszugleichen.
Kontakt:
PD. Dr. Med. Wiebke Sommer
Klinik für Herzschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
wiebke.sommer[at]uksh.de
Titel und Kurzdarstellung:
Kumulative Allokationsnachteile für weibliche Lungentransplantatempfänger – führen Allosensibilisierung und die Notwendigkeit kleinerer Spenderorgane zu einem Überlebensnachteil bei Frauen?
Frauen mit Lungenerkrankung im Endstadium weisen z.B. aufgrund stattgehabter Schwangerschaften eine höhere Inzidenz von HLA-Alloantikörpern vor der Transplantation auf als männliche Patienten. Dies konnte in einer single-center Analyse eines großen Lungentransplantationsprogramms mit insgesamt 1082 inkludierten Empfängern bestätigt werden. Frauen hatten in diesem Kollektiv eine signifikant höhere Inzidenz zirkulierender HLA-Antikörper vor der Transplantation auf (40,3 % vs. 27,5 %, p>0,0001).
Darüber hinaus benötigen Frauen aufgrund ihrer geringeren durchschnittlichen Gesamtlungenkapazität in der Regel kleinere Spendertransplantate. Die zur Verfügung stehenden Spenderorgane haben durchschnittlich eine größere Körpergröße und damit auch eine größere Lungenkapazität. Diese demografischen Nachteile führen für Frauen bei dem ohnehin existierenden Spenderorganmangel zu längeren Wartezeiten, um eine HLA- und größenkompatible Organspende zu erhalten. Dies könnte direkt zu einem Überlebensnachteil für Frauen führen. In unserer vorläufigen Analyse war die durchschnittliche Wartezeit für weibliche Empfänger doppelt so lang im Vergleich zu männlichen Empfängern (306,7 Tage vs. 151,0 Tage, p<0,0001).
Die geplante Datenanalyse zielt darauf ab, diesen Nachteil bei der Verteilung von Lungentransplantationsempfängerinnen in einer größeren Kohorte weiter zu untersuchen. Eine weitere Charakterisierung des aktuellen Versorgungsstatus und den Auswirkungen auf das Ergebnis nach der Transplantation für weibliche Empfänger im Vergleich zu männlichen Empfängern ist notwendig, um zum Einen diesen Nachteil in der Allokation zu berücksichtigen, zum Anderen um den Zeitpunkt der Listung für Frauen ggf. früher zu definieren um die verlängerte Wartezeit zu kompensieren. Aus diesem Grund sind zum Einen die Daten der Listung und ggf. Entlistung relevant von Patientinnen die die Transplantation nicht erreicht haben um die Wartelistenmortalität zu erheben, zum anderen die Listungsdaten und das Outcome von Patientinnen nach Lungentransplantation. Dis soll geschlechtervergleichend durchgeführt werden. Ziel ist es, die Ergebnisse für Frauen in der Lungentransplantation insgesamt zu verbessern bzw. die demographischen Nachteile auszugleichen.
Kontakt:
PD. Dr. Med. Wiebke Sommer
Klinik für Herzschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
wiebke.sommer[at]uksh.de
Titel und Kurzdarstellung:
Kumulative Allokationsnachteile für weibliche Lungentransplantatempfänger – führen Allosensibilisierung und die Notwendigkeit kleinerer Spenderorgane zu einem Überlebensnachteil bei Frauen?
Frauen mit Lungenerkrankung im Endstadium weisen z.B. aufgrund stattgehabter Schwangerschaften eine höhere Inzidenz von HLA-Alloantikörpern vor der Transplantation auf als männliche Patienten. Dies konnte in einer single-center Analyse eines großen Lungentransplantationsprogramms mit insgesamt 1082 inkludierten Empfängern bestätigt werden. Frauen hatten in diesem Kollektiv eine signifikant höhere Inzidenz zirkulierender HLA-Antikörper vor der Transplantation auf (40,3 % vs. 27,5 %, p>0,0001).
Darüber hinaus benötigen Frauen aufgrund ihrer geringeren durchschnittlichen Gesamtlungenkapazität in der Regel kleinere Spendertransplantate. Die zur Verfügung stehenden Spenderorgane haben durchschnittlich eine größere Körpergröße und damit auch eine größere Lungenkapazität. Diese demografischen Nachteile führen für Frauen bei dem ohnehin existierenden Spenderorganmangel zu längeren Wartezeiten, um eine HLA- und größenkompatible Organspende zu erhalten. Dies könnte direkt zu einem Überlebensnachteil für Frauen führen. In unserer vorläufigen Analyse war die durchschnittliche Wartezeit für weibliche Empfänger doppelt so lang im Vergleich zu männlichen Empfängern (306,7 Tage vs. 151,0 Tage, p<0,0001).
Die geplante Datenanalyse zielt darauf ab, diesen Nachteil bei der Verteilung von Lungentransplantationsempfängerinnen in einer größeren Kohorte weiter zu untersuchen. Eine weitere Charakterisierung des aktuellen Versorgungsstatus und den Auswirkungen auf das Ergebnis nach der Transplantation für weibliche Empfänger im Vergleich zu männlichen Empfängern ist notwendig, um zum Einen diesen Nachteil in der Allokation zu berücksichtigen, zum Anderen um den Zeitpunkt der Listung für Frauen ggf. früher zu definieren um die verlängerte Wartezeit zu kompensieren. Aus diesem Grund sind zum Einen die Daten der Listung und ggf. Entlistung relevant von Patientinnen die die Transplantation nicht erreicht haben um die Wartelistenmortalität zu erheben, zum anderen die Listungsdaten und das Outcome von Patientinnen nach Lungentransplantation. Dis soll geschlechtervergleichend durchgeführt werden. Ziel ist es, die Ergebnisse für Frauen in der Lungentransplantation insgesamt zu verbessern bzw. die demographischen Nachteile auszugleichen.
Kontakt:
PD. Dr. Med. Wiebke Sommer
Klinik für Herzschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
wiebke.sommer[at]uksh.de
Titel und Kurzdarstellung:
Pharmakotherapie von Organspendern im klinischen Verlauf und deren Einfluss auf Transplantationsergebnisse: Analyse der Daten des Deutschen Transplantationsregisters
Die pharmakologische Behandlung von Organspendern – sowohl im intensivmedizinischen Verlauf als auch unmittelbar im Kontext der Organspende – kann einen relevanten Einfluss auf die Organqualität und das Transplantationsergebnis haben. Ziel des Forschungsvorhabens ist eine umfassende pharmakoepidemiologische Analyse der im Deutschen Transplantationsregister (TxR) dokumentierten Medikation von postmortalen Organspendern, unter besonderer Berücksichtigung möglicher Zusammenhänge mit Transplantationsergebnissen.
Deskriptive Analyse der dokumentierten Medikation von Organspendern
Es sollen alle im TxR verfügbaren Daten zur Medikation ausgewertet werden, wie sie im Rahmen der standardisierten DSO-Dokumentation auf Grundlage klinischer Unterlagen erfasst wurden. Die Analyse berücksichtigt dabei:
• Medikamente im intensivmedizinischen Verlauf vor und nach Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls
• Arzneimittelgabe bis zur Organentnahme
• Zusätzlich: dokumentierte Dauermedikation (Hausmedikation)
Die dokumentierten Arzneimittel werden vorrangig anhand der ATC-Klassifikation (Anatomisch-Therapeutisch-Chemisches Klassifikationssystem) codiert, gruppiert und hinsichtlich Häufigkeit, Kombinationsmustern und zeitlicher Entwicklungen ausgewertet. Die ATC-Systematik ermöglicht eine strukturierte und vergleichbare Analyse – sowohl auf Ebene einzelner Wirkstoffe als auch therapeutischer Klassen. Dabei wird die Analyse insbesondere, aber nicht ausschließlich, entlang der ATC-Klassifikation vorgenommen; andere Klassifikationsansätze oder medizinisch-inhaltliche Gruppierungen (z. B. funktionelle oder klinische Wirkstoffkategorien) können ergänzend herangezogen werden, sofern sie zur differenzierten Darstellung oder Hypothesenbildung beitragen. Ein besonderer Fokus liegt auf folgenden Substanzklassen:
• Katecholamine (z. B. Noradrenalin, Dopamin, Dobutamin)
• Vasopressin und verwandte Substanzen
• Glukokortikoide
• Antibiotika / Antiinfektiva
• Weitere häufig dokumentierte Arzneimittelgruppen wie Sedativa, Diuretika, Antihypertensiva, Antiepileptika
Hypothesenprüfende Analyse zum Einfluss spezifischer Substanzen auf Transplantationsergebnisse
Ausgehend von Vorarbeiten zur Dopamin-Gabe wird diese Fragestellung auf aktuelle Daten ausgeweitet. Zudem werden explorative Analysen zum Einfluss weiterer Medikationen – etwa von Vasopressin, Steroiden oder Antibiotika – durchgeführt, mit dem Ziel, mögliche Assoziationen mit der primären Organfunktion, infektiologischen Komplikationen beim Empfänger oder Resistenzentwicklungen zu untersuchen.
Dabei sollen transplantationsrelevante Ergebnisparameter berücksichtigt werden, unter anderem:
• Primäre Organfunktion
• Graftüberleben
• Sekundäre Parameter, z. B. Dialysepflichtigkeit, Rejektionen oder infektbedingte Komplikationen
Zielsetzung und Relevanz
Diese Analysen sollen einen Beitrag zum besseren Verständnis der pharmakologischen Einflussfaktoren auf die Organfunktion und den Transplantationserfolg leisten. Die Ergebnisse können zur Ableitung klinischer Empfehlungen und zur Weiterentwicklung standardisierter Behandlungsprotokolle bei potenziellen Organspendern genutzt werden. Darüber hinaus eröffnen sie Ansatzpunkte für zukünftige Interventionsstudien und die evidenzbasierte Weiterentwicklung von Leitlinien.
Kontakt:
Dr. med. Svitlana Ziganshyna
Stabsstelle Transplantationsbeauftragte (TxB), Universitästklinikum Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 27b, Haus R
04103 Leipzig
ziganshyna[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Database analysis of liver transplant cohort regarding outcome of HCC patients
Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist einer der häufigsten malignen Tumore. Dieser kann durch eine Lebertransplantation geheilt werden. Aufgrund des Spenderorganmangels ist der Zugang zu einem Spenderorgan die Hürde für den Patienten. Laut Richtlinie erfolgt die Organzuweisung nach medizinischer Dringlichkeit und Erfolgsaussicht. Die Dringlichkeit wird über Laborwerte durch das MELD-System abgebildet. Beim HCC sind die Laborwerte jedoch häufig normwertig, so das seine Standardausnahme für das HCC (SE-HCC) beantragt werden kann, welches über einen match-MELD eine Höherstufung auf der Warteliste erlaubt.
Ein SE-HCC ist möglich, wenn die Tumorlast innerhalb der Mailand-Kriterien liegt. Patienten außerhalb der Mailand-Kriterien sind in Deutschland nicht match-MELD berechtigt. Die Mailand-Kriterien sind statische Parameter und beinhalten Größe und Anzahl der Tumoren. Heutzutage wissen wir, dass die Tumorbiologie für die Selektion entscheidend ist. Insbesondere Patienten, die bei der Überbrückung bis zur Transplantation eine lokal Tumordestruktive Behandlung erfahren und der Tumor hierunter nicht progredient ist, weisen einen günstigen Verlauf nach Lebertransplantation auf. Patienten mit statisch höheren Tumorstadien z.B. UCSF- oder Bologna-Kriterien stellen bei erfolgreichem Downsizing – dynamischer Selektion – Transplantationskandidaten dar, die gleich gute Überlebensraten erreichen. In den USA wurden die Kriterien für die Bonuspunkte bereits angepasst und das erfolgreiche down-sizing über eine 6-monatige Zeitspanne in den Selektionskriterien für eine Lebertransplantation eingearbeitet. Gegenüber den USA liegt die Organspenderrate in Deutschland mit 10 pmp um das 3-fache niedriger. Somit sind die Länder für die Allokationskriterien nicht exakt vergleichbar. Jedoch wäre es von erheblichen Interesse zu analysieren wie sich die Überlebensraten nach Lebertransplantation in Anhängigkeit von dem Vorliegen von SE-HCC Kriterien gegenüber nicht-SE-HCC unterscheiden. Als Datenquellen stehen IQTIG/GBA, Eurotransplant und das nationale Transplantationsregister zur Verfügung.
Ziel der Arbeit ist der Vergleich der Überlebensraten von SE-HCC vs nicht-SE-HCC Patienten nach Lebertransplantation. Des Weiteren soll herausgefunden, in wie weit wir hierzu Daten für die Gesamtpopulation aus den Registern ziehen können und ob eine Unterscheidung SE-HCC vs. nicht-SE-HCC möglich ist. Im Idealfall soll auch das rezidivfreie Überleben abgefragt werden. Das HCC-Rezidiv ist ein Pflichtfeld im 1-, 2- und 3- Jahres IQTIG-Follow-up.
Die Daten können zeigen, wie weit wir aus den verfügbaren Register Rückschlüsse ziehen können. Bislang sind dies Daten nicht verfügbar, stellen aber eine Grundlage für eine Anpassung der Richtlinie dar, wenn das Überleben nicht signifikant schlechter sein sollte, welches unsere Zentrumsanalyse ergab (Gundlach JP, et al. Liver transplantation for HCC in cirrhosis: Are Milan criteria outdated? Z Gastroenterol. 2024 Jan;62(1):43-49).
Kontakt:
Prof Dr. Felix Braun
UKSH, Campus Kiel
Arnold-Heller-Strasse 3 (Haus C)
24105 Kiel
felix.braun[at]uksh.de
Titel und Kurzdarstellung:
Database analysis of liver transplant cohort regarding outcome of HCC patients
Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist einer der häufigsten malignen Tumore. Dieser kann durch eine Lebertransplantation geheilt werden. Aufgrund des Spenderorganmangels ist der Zugang zu einem Spenderorgan die Hürde für den Patienten. Laut Richtlinie erfolgt die Organzuweisung nach medizinischer Dringlichkeit und Erfolgsaussicht. Die Dringlichkeit wird über Laborwerte durch das MELD-System abgebildet. Beim HCC sind die Laborwerte jedoch häufig normwertig, so das seine Standardausnahme für das HCC (SE-HCC) beantragt werden kann, welches über einen match-MELD eine Höherstufung auf der Warteliste erlaubt.
Ein SE-HCC ist möglich, wenn die Tumorlast innerhalb der Mailand-Kriterien liegt. Patienten außerhalb der Mailand-Kriterien sind in Deutschland nicht match-MELD berechtigt. Die Mailand-Kriterien sind statische Parameter und beinhalten Größe und Anzahl der Tumoren. Heutzutage wissen wir, dass die Tumorbiologie für die Selektion entscheidend ist. Insbesondere Patienten, die bei der Überbrückung bis zur Transplantation eine lokal Tumordestruktive Behandlung erfahren und der Tumor hierunter nicht progredient ist, weisen einen günstigen Verlauf nach Lebertransplantation auf. Patienten mit statisch höheren Tumorstadien z.B. UCSF- oder Bologna-Kriterien stellen bei erfolgreichem Downsizing – dynamischer Selektion – Transplantationskandidaten dar, die gleich gute Überlebensraten erreichen. In den USA wurden die Kriterien für die Bonuspunkte bereits angepasst und das erfolgreiche down-sizing über eine 6-monatige Zeitspanne in den Selektionskriterien für eine Lebertransplantation eingearbeitet. Gegenüber den USA liegt die Organspenderrate in Deutschland mit 10 pmp um das 3-fache niedriger. Somit sind die Länder für die Allokationskriterien nicht exakt vergleichbar. Jedoch wäre es von erheblichen Interesse zu analysieren wie sich die Überlebensraten nach Lebertransplantation in Anhängigkeit von dem Vorliegen von SE-HCC Kriterien gegenüber nicht-SE-HCC unterscheiden. Als Datenquellen stehen IQTIG/GBA, Eurotransplant und das nationale Transplantationsregister zur Verfügung.
Ziel der Arbeit ist der Vergleich der Überlebensraten von SE-HCC vs nicht-SE-HCC Patienten nach Lebertransplantation. Des Weiteren soll herausgefunden, in wie weit wir hierzu Daten für die Gesamtpopulation aus den Registern ziehen können und ob eine Unterscheidung SE-HCC vs. nicht-SE-HCC möglich ist. Im Idealfall soll auch das rezidivfreie Überleben abgefragt werden. Das HCC-Rezidiv ist ein Pflichtfeld im 1-, 2- und 3- Jahres IQTIG-Follow-up.
Die Daten können zeigen, wie weit wir aus den verfügbaren Register Rückschlüsse ziehen können. Bislang sind dies Daten nicht verfügbar, stellen aber eine Grundlage für eine Anpassung der Richtlinie dar, wenn das Überleben nicht signifikant schlechter sein sollte, welches unsere Zentrumsanalyse ergab (Gundlach JP, et al. Liver transplantation for HCC in cirrhosis: Are Milan criteria outdated? Z Gastroenterol. 2024 Jan;62(1):43-49).
Kontakt:
Prof Dr. Felix Braun
UKSH, Campus Kiel
Arnold-Heller-Strasse 3 (Haus C)
24105 Kiel
felix.braun[at]uksh.de
Titel und Kurzdarstellung:
Nicht-randomisierte Auswertung von Registerdaten zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln (NANA): Use case Transplantationregister
Das Projekt NANA zielt darauf ab, die Nutzung von Registerdaten für die regulatorische Bewertung von Arzneimitteln mithilfe von nicht-randomisierten Auswertungen zu evaluieren. Hierfür emulieren wir hypothetische Referenz-RCTs mittels Methoden der kausalen Inferenz (target trial emulation).
Die hypothetische Studie, die mittels der Daten aus dem Transplantationsregister bearbeitet werden soll, untersucht, ob die präoperative Verabreichung von Dopamin an hirntote Organspender das Risiko einer verzögerten Transplantatfunktion nach einer Nierentransplantation verringert. Die zentrale Frage ist, ob Dopamin die anfängliche Transplantatfunktion verbessert und dadurch die Notwendigkeit einer Dialyse in der frühen postoperativen Phase verringert.
Diese Forschungsfrage basiert auf den Empfehlungen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (1) und der Publikation von Schnuelle et al. (2), die einen protektiven Effekt von niedrig dosiertem Dopamin auf die Nierenfunktion nahelegt.
Neben der Auswertung der Fragestellung mit den Daten aus dem Transplantationsregister zielt das NANA-Projekt darauf ab, konkrete methodische und praktische Hindernisse bei der Auswertung zu identifizieren und zu analysieren. Dazu zählen u.a. der Datenzugang, Verfügbarkeit und Qualität wichtiger Variablen und praktisch realisierbare Analysemethoden. Anhand von ausführlichen Auswertungen können wir im Anschluss u.a. konkrete Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Register und der statistischen Methodik aufzeigen.
(1) Deutsche Stiftung Organtransplantation, Information. Verbesserte Transplantfunktion durch Dopamin, 2019.
(2) Schnuelle P, Gottmann U, Hoeger S, et al. Effects of donor pretreatment with dopamine on graft function after kidney transplantation: a randomized controlled trial. JAMA. 2009; 302:1067-75.
Kontakt:
Schulz, Maxi
Institut für Medizinische Statistik, Universitätsmedizin Göttingen
Humboldtallee 32
37073 Göttingen
maxi.schulz(at)med.uni-goettingen.de
Titel und Kurzdarstellung:
Einsatz und Verteilung optimaler Lebern in Deutschland
Wir beabsichtigen zu untersuchen, wie häufig qualitativ hochwertige Spenderlebern („ideal livers“) in Deutschland zur Lebertransplantation verwendet werden und ob diese gezielt bestimmten Empfängergruppen, insbesondere pädiatrischen Patient:innen, zugewiesen werden. Grundlage ist die Hypothese, dass sich durch die verstärkte Nutzung dieser hochwertigen Organe die Sterblichkeit auf der Warteliste reduzieren ließe.
Für unsere Analyse planen wir eine Auswertung der im deutschen Transplantationsregister dokumentierten Lebertransplantationen im Zeitraum von 2013 bis 2023. Lebern mit idealem Spenderprofil sollen anhand definierter Kriterien (z. B. Alter ≤ 40 Jahre, BMI ≤ 30 kg/m², niedrige Transaminasen, unauffälliger Bilirubinwert, keine relevante Steatose) identifiziert und im Zeitverlauf sowie in Bezug auf die Empfängerkohorte (Alter, Grunderkrankung, Wartezeit, Outcome) analysiert werden.
Zur Durchführung der Analyse benötigen wir anonymisierte Daten zu Spendern und Empfängern, einschließlich klinischer und biochemischer Basisdaten (z. B. Alter, Geschlecht, BMI, Leberwerte, MELD-Score), Angaben zur Transplantationsform (z. B. Split-Leber), zur Diagnose sowie zum Transplantationszentrum. Die Ergebnisse sollen genutzt werden, um das Potenzial für eine gezieltere Allokation hochwertiger Spenderorgane aufzuzeigen und Ansatzpunkte zur Reduktion der Wartelistenmortalität zu identifizieren. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift ist vorgesehen.
Kontakt:
Prof. Dr. med. Nathanael Raschzok
Charité – Universitätsmedizin Berlin Campus Charité Mitte Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
nathanael.raschzok[at]charite.de
Titel und Kurzdarstellung:
Nicht-randomisierte Auswertung von Registerdaten zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln (NANA): Use case Transplantationregister
Das Projekt NANA zielt darauf ab, die Nutzung von Registerdaten für die regulatorische Bewertung von Arzneimitteln mithilfe von nicht-randomisierten Auswertungen zu evaluieren. Hierfür emulieren wir hypothetische Referenz-RCTs mittels Methoden der kausalen Inferenz (target trial emulation).
Die hypothetische Studie, die mittels der Daten aus dem Transplantationsregister bearbeitet werden soll, untersucht, ob die präoperative Verabreichung von Dopamin an hirntote Organspender das Risiko einer verzögerten Transplantatfunktion nach einer Nierentransplantation verringert. Die zentrale Frage ist, ob Dopamin die anfängliche Transplantatfunktion verbessert und dadurch die Notwendigkeit einer Dialyse in der frühen postoperativen Phase verringert.
Diese Forschungsfrage basiert auf den Empfehlungen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (1) und der Publikation von Schnuelle et al. (2), die einen protektiven Effekt von niedrig dosiertem Dopamin auf die Nierenfunktion nahelegt.
Neben der Auswertung der Fragestellung mit den Daten aus dem Transplantationsregister zielt das NANA-Projekt darauf ab, konkrete methodische und praktische Hindernisse bei der Auswertung zu identifizieren und zu analysieren. Dazu zählen u.a. der Datenzugang, Verfügbarkeit und Qualität wichtiger Variablen und praktisch realisierbare Analysemethoden. Anhand von ausführlichen Auswertungen können wir im Anschluss u.a. konkrete Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Register und der statistischen Methodik aufzeigen.
(1) Deutsche Stiftung Organtransplantation, Information. Verbesserte Transplantfunktion durch Dopamin, 2019.
(2) Schnuelle P, Gottmann U, Hoeger S, et al. Effects of donor pretreatment with dopamine on graft function after kidney transplantation: a randomized controlled trial. JAMA. 2009; 302:1067-75.
Kontakt:
Schulz, Maxi
Institut für Medizinische Statistik, Universitätsmedizin Göttingen
Humboldtallee 32
37073 Göttingen
maxi.schulz(at)med.uni-goettingen.de
Titel und Kurzdarstellung:
Kumulative Allokationsnachteile für weibliche Lungentransplantatempfänger – führen Allosensibilisierung und die Notwendigkeit kleinerer Spenderorgane zu einem Überlebensnachteil bei Frauen?
Frauen mit Lungenerkrankung im Endstadium weisen z.B. aufgrund stattgehabter Schwangerschaften eine höhere Inzidenz von HLA-Alloantikörpern vor der Transplantation auf als männliche Patienten. Dies konnte in einer single-center Analyse eines großen Lungentransplantationsprogramms mit insgesamt 1082 inkludierten Empfängern bestätigt werden. Frauen hatten in diesem Kollektiv eine signifikant höhere Inzidenz zirkulierender HLA-Antikörper vor der Transplantation auf (40,3 % vs. 27,5 %, p>0,0001).
Darüber hinaus benötigen Frauen aufgrund ihrer geringeren durchschnittlichen Gesamtlungenkapazität in der Regel kleinere Spendertransplantate. Die zur Verfügung stehenden Spenderorgane haben durchschnittlich eine größere Körpergröße und damit auch eine größere Lungenkapazität. Diese demografischen Nachteile führen für Frauen bei dem ohnehin existierenden Spenderorganmangel zu längeren Wartezeiten, um eine HLA- und größenkompatible Organspende zu erhalten. Dies könnte direkt zu einem Überlebensnachteil für Frauen führen. In unserer vorläufigen Analyse war die durchschnittliche Wartezeit für weibliche Empfänger doppelt so lang im Vergleich zu männlichen Empfängern (306,7 Tage vs. 151,0 Tage, p<0,0001).
Die geplante Datenanalyse zielt darauf ab, diesen Nachteil bei der Verteilung von Lungentransplantationsempfängerinnen in einer größeren Kohorte weiter zu untersuchen. Eine weitere Charakterisierung des aktuellen Versorgungsstatus und den Auswirkungen auf das Ergebnis nach der Transplantation für weibliche Empfänger im Vergleich zu männlichen Empfängern ist notwendig, um zum Einen diesen Nachteil in der Allokation zu berücksichtigen, zum Anderen um den Zeitpunkt der Listung für Frauen ggf. früher zu definieren um die verlängerte Wartezeit zu kompensieren. Aus diesem Grund sind zum Einen die Daten der Listung und ggf. Entlistung relevant von Patientinnen die die Transplantation nicht erreicht haben um die Wartelistenmortalität zu erheben, zum anderen die Listungsdaten und das Outcome von Patientinnen nach Lungentransplantation. Dis soll geschlechtervergleichend durchgeführt werden. Ziel ist es, die Ergebnisse für Frauen in der Lungentransplantation insgesamt zu verbessern bzw. die demographischen Nachteile auszugleichen.
Kontakt:
PD. Dr. Med. Wiebke Sommer
Klinik für Herzschirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
wiebke.sommer[at]uksh.de
Titel und Kurzdarstellung:
Einflussfaktoren auf den Erfolg von Organtransplantationen – eine umfassende Analyse der Rolle von Alter, Geschlecht und Zentrumseffekten
Hintergrund und Ziele: Der Erfolg von Organtransplantationen hängt von einer Vielzahl medizinischer und systemischer Faktoren ab. Ziel dieses Hauptprojektes ist es, den Einfluss von Patienteneigenschaften (wie Alter und Geschlecht), spezifischen Lebensumständen (z. B. vorangegangene Schwangerschaften) und externen Faktoren (wie Zentrumseffekte) auf postoperative Ergebnisse und Langzeitüberleben zu analysieren. Diese multidimensionale Herangehensweise soll neue Erkenntnisse über Risikofaktoren und potenzielle Optimierungsmöglichkeiten liefern.
Unterprojekt 1: Altersbedingte Veränderungen bei Organtransplantationen
Dieses Teilprojekt widmet sich dem Einfluss des Alters der Empfänger auf Transplantationsergebnisse. Ältere Patienten (>65 Jahre) weisen bekanntermaßen altersbedingte Veränderungen im Immunsystem auf, die sowohl Abstoßungsreaktionen als auch immunsuppressionsbedingte Komplikationen beeinflussen können. In einer retrospektiven Analyse sollen Unterschiede in der Häufigkeit und im Schweregrad von Abstoßungsreaktionen sowie Komplikationen wie Diabetes, Infektionen, Bluthochdruck und malignen Erkrankungen im Vergleich zu jüngeren Empfängern untersucht werden. Ziel ist es, evidenzbasierte Strategien zur Verbesserung der Therapieansätze für ältere Patienten zu entwickeln.
Unterprojekt 2: Geschlechts- und Schwangerschaftseffekte auf Transplantationsergebnisse
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf geschlechtsspezifischen Unterschieden und den Auswirkungen von vorangegangenen Schwangerschaften bei Transplantationen. Frühere Studien haben gezeigt, dass weibliche Empfänger, insbesondere mit vorangegangenen Schwangerschaften, möglicherweise eine stärkere immunologische Reaktion zeigen, was das Risiko von Abstoßungsreaktionen erhöhen könnte. Dieses Teilprojekt untersucht, ob das Geschlecht von Spendern und Empfängern sowie die immunologischen Auswirkungen von Schwangerschaften die Ergebnisse von Transplantationen beeinflussen. Mithilfe umfangreicher Datenanalysen soll der Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und Komplikationen wie Transplantatversagen oder Immunreaktionen aufgeklärt werden.
Unterprojekt 3: Zentrumseffekte auf das postoperative Outcome
Der dritte Aspekt dieses Projektes beleuchtet Zentrumseffekte, also den Einfluss der Transplantationsfrequenz und der organisatorischen Rahmenbedingungen auf das Transplantat- und Patientenüberleben. Während internationale Studien Hinweise darauf liefern, dass Zentren mit höheren Eingriffszahlen bessere Ergebnisse erzielen, fehlen bislang spezifische Daten aus Deutschland. Dieses Teilprojekt analysiert die Daten deutscher Transplantationszentren, um die Existenz von Zentrumseffekten zu validieren und evidenzbasierte Mindeststandards für Eingriffsfrequenzen zu ermitteln.
Methodik: Für alle drei Teilprojekte werden umfangreiche Daten aus dem nationalen Transplantationsregister herangezogen. Retrospektive Analysen, statistische Auswertungen und multivariate Modelle werden eingesetzt, um die Einflüsse der einzelnen Faktoren zu quantifizieren und miteinander zu verknüpfen. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für klinische Empfehlungen bieten, die sowohl die Individualisierung der Patiententherapie als auch die Optimierung der Systemstrukturen fördern.
Relevanz und Perspektiven: Die Ergebnisse dieses Projekts haben das Potenzial, die Praxis der Organtransplantation grundlegend zu verbessern. Durch die Identifikation und Berücksichtigung von Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht und Zentrumseffekten können postoperative Komplikationen reduziert und langfristige Ergebnisse optimiert werden. Darüber hinaus tragen die Ergebnisse zur Entwicklung evidenzbasierter Standards bei, die eine bessere Qualität und Gerechtigkeit in der Transplantationsmedizin gewährleisten.
Dr. med. Hans-Michael Tautenhahn
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
Johannisallee 18 04103 Leipzig
hans-michael.tautenhahn[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Einflussfaktoren auf den Erfolg von Organtransplantationen – eine umfassende Analyse der Rolle von Alter, Geschlecht und Zentrumseffekten
Hintergrund und Ziele: Der Erfolg von Organtransplantationen hängt von einer Vielzahl medizinischer und systemischer Faktoren ab. Ziel dieses Hauptprojektes ist es, den Einfluss von Patienteneigenschaften (wie Alter und Geschlecht), spezifischen Lebensumständen (z. B. vorangegangene Schwangerschaften) und externen Faktoren (wie Zentrumseffekte) auf postoperative Ergebnisse und Langzeitüberleben zu analysieren. Diese multidimensionale Herangehensweise soll neue Erkenntnisse über Risikofaktoren und potenzielle Optimierungsmöglichkeiten liefern.
Unterprojekt 1: Altersbedingte Veränderungen bei Organtransplantationen
Dieses Teilprojekt widmet sich dem Einfluss des Alters der Empfänger auf Transplantationsergebnisse. Ältere Patienten (>65 Jahre) weisen bekanntermaßen altersbedingte Veränderungen im Immunsystem auf, die sowohl Abstoßungsreaktionen als auch immunsuppressionsbedingte Komplikationen beeinflussen können. In einer retrospektiven Analyse sollen Unterschiede in der Häufigkeit und im Schweregrad von Abstoßungsreaktionen sowie Komplikationen wie Diabetes, Infektionen, Bluthochdruck und malignen Erkrankungen im Vergleich zu jüngeren Empfängern untersucht werden. Ziel ist es, evidenzbasierte Strategien zur Verbesserung der Therapieansätze für ältere Patienten zu entwickeln.
Unterprojekt 2: Geschlechts- und Schwangerschaftseffekte auf Transplantationsergebnisse
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf geschlechtsspezifischen Unterschieden und den Auswirkungen von vorangegangenen Schwangerschaften bei Transplantationen. Frühere Studien haben gezeigt, dass weibliche Empfänger, insbesondere mit vorangegangenen Schwangerschaften, möglicherweise eine stärkere immunologische Reaktion zeigen, was das Risiko von Abstoßungsreaktionen erhöhen könnte. Dieses Teilprojekt untersucht, ob das Geschlecht von Spendern und Empfängern sowie die immunologischen Auswirkungen von Schwangerschaften die Ergebnisse von Transplantationen beeinflussen. Mithilfe umfangreicher Datenanalysen soll der Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und Komplikationen wie Transplantatversagen oder Immunreaktionen aufgeklärt werden.
Unterprojekt 3: Zentrumseffekte auf das postoperative Outcome
Der dritte Aspekt dieses Projektes beleuchtet Zentrumseffekte, also den Einfluss der Transplantationsfrequenz und der organisatorischen Rahmenbedingungen auf das Transplantat- und Patientenüberleben. Während internationale Studien Hinweise darauf liefern, dass Zentren mit höheren Eingriffszahlen bessere Ergebnisse erzielen, fehlen bislang spezifische Daten aus Deutschland. Dieses Teilprojekt analysiert die Daten deutscher Transplantationszentren, um die Existenz von Zentrumseffekten zu validieren und evidenzbasierte Mindeststandards für Eingriffsfrequenzen zu ermitteln.
Methodik: Für alle drei Teilprojekte werden umfangreiche Daten aus dem nationalen Transplantationsregister herangezogen. Retrospektive Analysen, statistische Auswertungen und multivariate Modelle werden eingesetzt, um die Einflüsse der einzelnen Faktoren zu quantifizieren und miteinander zu verknüpfen. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für klinische Empfehlungen bieten, die sowohl die Individualisierung der Patiententherapie als auch die Optimierung der Systemstrukturen fördern.
Relevanz und Perspektiven: Die Ergebnisse dieses Projekts haben das Potenzial, die Praxis der Organtransplantation grundlegend zu verbessern. Durch die Identifikation und Berücksichtigung von Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht und Zentrumseffekten können postoperative Komplikationen reduziert und langfristige Ergebnisse optimiert werden. Darüber hinaus tragen die Ergebnisse zur Entwicklung evidenzbasierter Standards bei, die eine bessere Qualität und Gerechtigkeit in der Transplantationsmedizin gewährleisten.
Dr. med. Hans-Michael Tautenhahn
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
Johannisallee 18 04103 Leipzig
hans-michael.tautenhahn[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Auswertung der klinischen Ergebnisse von ECD-Nierentransplantationen in Deutschland
Die Nierentransplantation stellt die effektivste Behandlungsmethode für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz dar. Allerdings stehen nicht genügend Spenderorgane zur Verfügung, weshalb Transplantationszentren zunehmend darauf angewiesen sind, auch ältere Spenderorgane zu verwenden. Diese Organe werden im Eurotransplant-Verbund als sogenannte „extended criteria donor“ (ECD)-Nieren klassifiziert und sind häufig mit einem schlechteren Outcome für die Empfänger verbunden. Fortschrittliche Technologien wie die Maschinenperfusion bieten jedoch das Potenzial, diese Outcomes zu verbessern. Unser Ziel ist es, durch die Analyse der Daten aus dem deutschen Transplantationsregister zu untersuchen, wie sich das Outcome von Patienten, die marginale Organe erhalten haben, in einer großen Stichprobe tatsächlich darstellt. Dabei möchten wir insbesondere den „historischen“ Datensatz (2006–2016) mit dem neueren Datensatz (ab 2017) vergleichen. Wir gehen davon aus, dass verbesserte Operationstechniken, moderne Immunsuppressionsstrategien sowie der Einsatz von Maschinenperfusion das Outcome von ECD-Organen positiv beeinflusst haben könnten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, inwieweit ältere Spenderorgane transplantiert werden können. Diese Fragestellung ist vor dem Hintergrund des bestehenden Organmangels und der alternden Gesellschaft in Deutschland von hoher Relevanz.
Mohammed Ibrahim
Uniklinikum Tübingen
Allgemeine-, Viszeral-, und Transplantationschirurgie
Hoppe-Seyler-Str. 3 72076 Tübingen
mohammed.ibrahim[at]med.uni-tuebingen.de
Auswertung der klinischen Ergebnisse von ECD-Nierentransplantationen in Deutschland
Die Nierentransplantation stellt die effektivste Behandlungsmethode für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz dar. Allerdings stehen nicht genügend Spenderorgane zur Verfügung, weshalb Transplantationszentren zunehmend darauf angewiesen sind, auch ältere Spenderorgane zu verwenden. Diese Organe werden im Eurotransplant-Verbund als sogenannte „extended criteria donor“ (ECD)-Nieren klassifiziert und sind häufig mit einem schlechteren Outcome für die Empfänger verbunden. Fortschrittliche Technologien wie die Maschinenperfusion bieten jedoch das Potenzial, diese Outcomes zu verbessern. Unser Ziel ist es, durch die Analyse der Daten aus dem deutschen Transplantationsregister zu untersuchen, wie sich das Outcome von Patienten, die marginale Organe erhalten haben, in einer großen Stichprobe tatsächlich darstellt. Dabei möchten wir insbesondere den „historischen“ Datensatz (2006–2016) mit dem neueren Datensatz (ab 2017) vergleichen. Wir gehen davon aus, dass verbesserte Operationstechniken, moderne Immunsuppressionsstrategien sowie der Einsatz von Maschinenperfusion das Outcome von ECD-Organen positiv beeinflusst haben könnten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, inwieweit ältere Spenderorgane transplantiert werden können. Diese Fragestellung ist vor dem Hintergrund des bestehenden Organmangels und der alternden Gesellschaft in Deutschland von hoher Relevanz.
Mohammed Ibrahim
Uniklinikum Tübingen
Allgemeine-, Viszeral-, und Transplantationschirurgie
Hoppe-Seyler-Str. 3 72076 Tübingen
mohammed.ibrahim[at]med.uni-tuebingen.de
Titel und Kurzdarstellung:
Eplet Match/ Mismatch bei Organtransplantation
Ziel unseres Projekts ist es, die Nutzbarkeit des Transplantationsregisters in Bezug auf Auswertung immungenetischer Daten zu prüfen. Die Mismatch-Konstellationen von Patienten-HLA und Spender-HLA Merkmalen spielen eine entscheidende Rolle bei der HLA-Antikörperbildung. Gebildete donorspezifische Antikörper stellen ein Risiko hinsichtlich Transplantatüberleben dar. Durch die Analyse der gesammelten immungenetischen Daten im Transplantationsregister können fehlende Daten erkannt werden und mögliche Datenquellen identifiziert werden. Dies kann zum Training von KI Modellen eingesetzt werden und schließlich zur Optimierung der Behandlungsqualität beitragen.
Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, die Immunantwort nach Transplantation genauer zu analysieren mit Fokus auf die Bildung von Antikörpern, welche sich ggf. gegen Donorantigene richten. Es sollen Mismatch-Konstellationen von Patienten-HLA und Spender-HLA Merkmalen herausgefunden werden, die einerseits zu starker Antikörperbildung beziehungsweise zu keiner Antikörperbildung führen. Folgende Frage stehen im Fokus des Projektes:
Gibt es auf HLA Antigen-, Allel-, Epitop- Ebene individuelle Risiko-Mismatchkonstellationen in Bezug auf Antikörperbildung?
Führen wiederholte Epitope-Mismatche nach (mehrfacher) Transplantation zur vermehrten Bildung von Antikörpern und damit zum
Transplantatverlust?
Welche Konstellationen führen zu keiner bzw. sehr geringe Antikörperbildung nach Transplantation?
Erkenntnisse zu diesen drei Punkten dienen der Optimierung der Organallokation bezüglich der Vermeidung von Abstoßungsreaktionen und Verlängerung des Transplantatüberlebens.
Dr. Claudia Lehmann
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
Institut für Transfusionsmedizin, Abteilung Transplantationsimmunologie
Johannisallee 32 04103 Leipzig
c.lehmann[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Eplet Match/ Mismatch bei Organtransplantation
Ziel unseres Projekts ist es, die Nutzbarkeit des Transplantationsregisters in Bezug auf Auswertung immungenetischer Daten zu prüfen. Die Mismatch-Konstellationen von Patienten-HLA und Spender-HLA Merkmalen spielen eine entscheidende Rolle bei der HLA-Antikörperbildung. Gebildete donorspezifische Antikörper stellen ein Risiko hinsichtlich Transplantatüberleben dar. Durch die Analyse der gesammelten immungenetischen Daten im Transplantationsregister können fehlende Daten erkannt werden und mögliche Datenquellen identifiziert werden. Dies kann zum Training von KI Modellen eingesetzt werden und schließlich zur Optimierung der Behandlungsqualität beitragen.
Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, die Immunantwort nach Transplantation genauer zu analysieren mit Fokus auf die Bildung von Antikörpern, welche sich ggf. gegen Donorantigene richten. Es sollen Mismatch-Konstellationen von Patienten-HLA und Spender-HLA Merkmalen herausgefunden werden, die einerseits zu starker Antikörperbildung beziehungsweise zu keiner Antikörperbildung führen. Folgende Frage stehen im Fokus des Projektes:
Gibt es auf HLA Antigen-, Allel-, Epitop- Ebene individuelle Risiko-Mismatchkonstellationen in Bezug auf Antikörperbildung?
Führen wiederholte Epitope-Mismatche nach (mehrfacher) Transplantation zur vermehrten Bildung von Antikörpern und damit zum
Transplantatverlust?
Welche Konstellationen führen zu keiner bzw. sehr geringe Antikörperbildung nach Transplantation?
Erkenntnisse zu diesen drei Punkten dienen der Optimierung der Organallokation bezüglich der Vermeidung von Abstoßungsreaktionen und Verlängerung des Transplantatüberlebens.
Dr. Claudia Lehmann
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
Institut für Transfusionsmedizin, Abteilung Transplantationsimmunologie
Johannisallee 32 04103 Leipzig
c.lehmann[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Retrospektive Analyse bzgl. der Wartelistenführung pädiatrischer Nierentransplantationspatienten in Deutschland
Eine Nierentransplantation bietet für Patienten, die einer Nierenersatztherapie bedürfen, einen deutlichen Überlebensvorteil in jeder Altersgruppe. Deutsche Kinder warten auf eine Nierentransplantation länger als gleichaltrige Patienten in allen anderen Ländern des Eurotransplant – Verbundes. Auch Erwachsene haben eine deutlich längere Wartezeit für eine Nierentransplantation als Patienten in den benachbarten Ländern Europas. Da die transplantierten Nieren nach wenigen Jahrzehnten versagen, benötigen gerade Kinder regelhaft mehrere Nierentransplantationen in ihrem Leben. Somit akkumuliert die Zeit an der Dialyse und wir müssen mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung bei den Betroffenen rechnen.
Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Ursachen für diese Unterschiede zu analysieren und ihre Auswirkungen auf die klinischen Ergebnisse der Transplantation zu bewerten, mit besonderem Augenmerk auf den Zeitraum ab 2017.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Funktion der transplantierten Niere gelegt, gemessen an der Veränderung der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (ΔGFR/Jahr) sowie an der Zeit bis zum Transplantatversagen (Transplantatüberleben). Der Einfluss von Matching-Kriterien, Ischämiezeiten, und dem Alters- und Geschlechtsunterschied zwischen Spender und Empfänger auf diese Endpunkte soll beleuchtet werden.
Das Projekt nutzt Daten des Deutschen Transplantationsregisters, um herauszufinden, inwieweit Änderungen der Allokationskriterien für Kinder, die Länge von Wartezeiten und die Übereinstimmung von Gewebemerkmalen (HLA-Match) die Transplantationsergebnisse beeinflussen. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Alters – und Geschlechtsunterschiede zwischen Spender und kindlichen Empfänger einschließlich potenzieller Risiken durch ungünstige Kombination von EBV-/CMV-positiven Spendern und negativen Empfängern. .
Die Erkenntnisse sollen zur Optimierung der Zuteilung von Spenderorganen für Kinder und zur Verbesserung der langfristigen Behandlungsergebnisse beitragen.
Dr. med. Katalin Dittrich
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,
Zentrum für Pädiatrische Nephrologie und Transplantationsmedizin
Liebigstraße 20a 04103 Leipzig
katalin.dittrich[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Retrospektive Analyse bzgl. der Wartelistenführung pädiatrischer Nierentransplantationspatienten in Deutschland
Eine Nierentransplantation bietet für Patienten, die einer Nierenersatztherapie bedürfen, einen deutlichen Überlebensvorteil in jeder Altersgruppe. Deutsche Kinder warten auf eine Nierentransplantation länger als gleichaltrige Patienten in allen anderen Ländern des Eurotransplant – Verbundes. Auch Erwachsene haben eine deutlich längere Wartezeit für eine Nierentransplantation als Patienten in den benachbarten Ländern Europas. Da die transplantierten Nieren nach wenigen Jahrzehnten versagen, benötigen gerade Kinder regelhaft mehrere Nierentransplantationen in ihrem Leben. Somit akkumuliert die Zeit an der Dialyse und wir müssen mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung bei den Betroffenen rechnen.
Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Ursachen für diese Unterschiede zu analysieren und ihre Auswirkungen auf die klinischen Ergebnisse der Transplantation zu bewerten, mit besonderem Augenmerk auf die Zeitachse 2006-2016.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Funktion der transplantierten Niere gelegt, gemessen an der Veränderung der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (ΔGFR/Jahr) sowie an der Zeit bis zum Transplantatversagen (Transplantatüberleben). Der Einfluss von Matching-Kriterien, Ischämiezeiten, und dem Alters- und Geschlechtsunterschied zwischen Spender und Empfänger auf diese Endpunkte soll beleuchtet werden.
Das Projekt nutzt Daten des Deutschen Transplantationsregisters, um herauszufinden, inwieweit Änderungen der Allokationskriterien für Kinder, die Länge von Wartezeiten und die Übereinstimmung von Gewebemerkmalen (HLA-Match) die Transplantationsergebnisse beeinflussen. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Alters – und Geschlechtsunterschiede zwischen Spender und kindlichen Empfänger einschließlich potenzieller Risiken durch ungünstige Kombination von EBV-/CMV-positiven Spendern und negativen Empfängern. .
Die Erkenntnisse sollen zur Optimierung der Zuteilung von Spenderorganen für Kinder und zur Verbesserung der langfristigen Behandlungsergebnisse beitragen.
Dr. Katalin Dittrich
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,
Zentrum für Pädiatrische Nephrologie und Transplantationsmedizin
Liebigstraße 20a 04103 Leipzig
katalin.dittrich[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Retrospektive Analyse bzgl. der Wartelistenführung pädiatrischer Nierentransplantationspatienten in Deutschland
Eine Nierentransplantation bietet für Patienten, die einer Nierenersatztherapie bedürfen, einen deutlichen Überlebensvorteil in jeder Altersgruppe. Deutsche Kinder warten auf eine Nierentransplantation länger als gleichaltrige Patienten in allen anderen Ländern des Eurotransplant – Verbundes. Auch Erwachsene haben eine deutlich längere Wartezeit für eine Nierentransplantation als Patienten in den benachbarten Ländern Europas. Da die transplantierten Nieren nach wenigen Jahrzehnten versagen, benötigen gerade Kinder regelhaft mehrere Nierentransplantationen in ihrem Leben. Somit akkumuliert die Zeit an der Dialyse und wir müssen mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung bei den Betroffenen rechnen.
Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Ursachen für diese Unterschiede zu analysieren und ihre Auswirkungen auf die klinischen Ergebnisse der Transplantation zu bewerten, mit besonderem Augenmerk auf den Zeitraum ab 2017.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Funktion der transplantierten Niere gelegt, gemessen an der Veränderung der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (ΔGFR/Jahr) sowie an der Zeit bis zum Transplantatversagen (Transplantatüberleben). Der Einfluss von Matching-Kriterien, Ischämiezeiten, und dem Alters- und Geschlechtsunterschied zwischen Spender und Empfänger auf diese Endpunkte soll beleuchtet werden.
Das Projekt nutzt Daten des Deutschen Transplantationsregisters, um herauszufinden, inwieweit Änderungen der Allokationskriterien für Kinder, die Länge von Wartezeiten und die Übereinstimmung von Gewebemerkmalen (HLA-Match) die Transplantationsergebnisse beeinflussen. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Alters – und Geschlechtsunterschiede zwischen Spender und kindlichen Empfänger einschließlich potenzieller Risiken durch ungünstige Kombination von EBV-/CMV-positiven Spendern und negativen Empfängern. .
Die Erkenntnisse sollen zur Optimierung der Zuteilung von Spenderorganen für Kinder und zur Verbesserung der langfristigen Behandlungsergebnisse beitragen.
Dr. med. Katalin Dittrich
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin,
Zentrum für Pädiatrische Nephrologie und Transplantationsmedizin
Liebigstraße 20a 04103 Leipzig
katalin.dittrich[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Der Einfluss einer Kohlenmonoxidvergiftung als Todesursache bei Organspendern auf die Ergebnisse von Organtransplantationen ist bisher nicht eindeutig geklärt, insbesondere hinsichtlich einer möglichen dauerhaften Schädigung der Organe durch CO. Obwohl Berichte über erfolgreiche Transplantationen von soliden Organen von CO-vergifteten Spendern, die positive Effekte suggerieren, veröffentlicht wurden, gibt es auch Berichte, die auf Organversagen des Spenders und frühen Tod des Empfängers hinweisen.
Kontakt:
Dr. med. Svitlana Ziganshyna
Stabsstelle Transplantationsbeauftragte (TxB), Universitästklinikum Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 27b, Haus R
04103 Leipzig
ziganshyna[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Herztransplantation im Kindesalter in Deutschland –
Evaluation demographischer Daten mit besonderer Berücksichtigung der Wartezeit und
der Notwendigkeit einer mechanischen Kreislaufunterstützung im Vergleich zu
internationalen Registerdaten
Kontakt:
Dr. Danne, Friederike
Deutsches Herzzentrum der Charite, Abteilung Angeborene Herzfehler
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
friederike.danne(at)dhzc-charite.de
Titel und Kurzdarstellung:
Herztransplantation im Kindesalter in Deutschland –
Evaluation demographischer Daten mit besonderer Berücksichtigung der Wartezeit und
der Notwendigkeit einer mechanischen Kreislaufunterstützung im Vergleich zu
internationalen Registerdaten
Herztransplantationen bei Kindern werden in Deutschland seit 1986 durchgeführt, die Langzeitprognose hat sich in den letzten Jahrzehnten, insbesondere durch eine Reduktion der Frühmortalität, verbessert. In aktuellen Registerdaten aus Nordamerika konnte gezeigt werden, dass Patienten bei denen im Kindesalter eine Herztransplantation durchgeführt wurde und die das erste Jahr nach Transplantation überlebt haben, eine exzellente Prognose mit einem Langzeitüberleben von über 60 % nach 25 Jahren haben {1).Die kontinuierliche Verbesserung der Gesamtprognose ist vor allem durch eine Reduktion der Frühmortalität zu begründen{2) Das Langzeitüberleben und die Langzeitmorbidität sind durch akute und chronische Abstoßungsreaktionen, rezidivierende Infektionen, die Entstehung einer Transplantatvaskulopathie {TVP), die Entstehung von Malignomen unter Immunsuppression {mit und ohne Assoziation zum Ebstein-Barr-Virus, EBV) sowie chronische Organschäden als Folge der dauerhaften immunsuppressiven Therapie {insbesondere die Nephropathie, die arterielle Hypertonie und der Diabetes mellitus). {3,4)
International und insbesondere in den USA und Kanada wurden in den letzten Jahrzehnten bereits große Registerstudien zur Herz-, Lungen- und Herzlungentransplantation im Kindes- und Jugendalter durchgeführt. Dazu zählen vor allem das Register der International Society für Heart and Lung Transplantation {ISHLT) und die Pediatric Heart Transplant Society {PHTS).(5,6) Aufgrund nicht standardisierter Untersuchungsverfahren und Therapiemodalitäten sind die deskriptiven Aussagen unter dem Gesichtspunkt einer Evidenz-basierten Medizin nur eingeschränkt verwertbar. Darüber hinaus unterscheiden sich die Patientenkollektive in Nordamerika und Europa, insbesondere in Deutschland, signifikant.(6) Aufgrund der unterschiedlichen Gesetzgebung zur Vergabe von Spenderorganen ist das Organangebot in den USA deutlich größer wohingegen in Deutschland eine zunehmende Organknappheit vorherrscht. Daraus resultieren signifikante Unterschiede in Bezug auf die Wartezeit, den Einsatz und die Dauer des Einsatzes von mechanischen Kreislaufunterstützungssystemen insbesondere von Kunstherzsystemen sowie eine unterschiedliche Verteilung der Diagnosen und Altersgruppen(3) Des weiteren unterscheiden sich die Überwachungsstrategien nach Herztransplantation und die immunsuppressive Therapie deutlich. Eine Übertragung der amerikanischen Daten ist daher nur bedingt möglich. Die Anzahl an Herztransplantationen im Kindesalter ist mit durchschnittlich 30 pro Jahr in Deutschland gering (Daten der Deutschen Stiftung für Organtransplantation, 2017).(7) Nur durch Studien in größeren Patientenkollektiven ist eine langfristige Optimierung der Überwachung und Therapie nach Herztransplantation insbesondere der Immunsuppression und damit assoziierten Langzeitmorbidität und -mortalität möglich.
Insbesondere sollen folgende Variablen mit den Daten der ISHLT verglichen werden:
Allgemeine demographische Daten für alle Patienten
Anzahl der Transplantationen < 18 Jahren seit Erfassung / pro Jahr 2022/2023/2024
Anzahl der Zentren, die eine Herztransplantation< 18 Jahren durchgeführt haben
Anzahl der Transplantationen< 18 Jahren pro Zentrum
Daten vom Empfänger/ transplantiertem Patienten
Alter zum Zeitpunkt der Transplantation
Geschlecht
Diagnose
Listungsstatus (HU ja/nein, hospitalized ja/nein)
Wartezeit
Mechanische Kreislaufstützung/VAD ja/nein
Wenn VAD – Dauer der Unterstützung
Voroperationen ja/nein
Anzahl der Voroperationen
HLA-Sensibilisierung / PRA
CMV- und EBV-Status
Daten vom Organspender
Alter des Spenders
Grösse und Gewicht des Spenders
Todesursache
Risikofaktoren (Nikotin, Diabetes mellitus, Arterieller Hypertonus usw.)
CMV- und EBV-Status
Kontakt:
Dr. Danne, Friederike
Deutsches Herzzentrum der Charite, Abteilung Angeborene Herzfehler
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
friederike.danne(at)dhzc-charite.de
Titel und Kurzdarstellung:
Die Anwendung und Validierung von Risikoprädiktionsmodellen für Überleben nach einer Herztransplantation: Eine Studie basierend auf Daten aus dem Deutschen Transplantationsregister
Risikoprädiktionsmodelle sind effektive Instrumente, um Gesundheitszustände bei Patientinnen und Patienten vorherzusagen und dienen so der Unterstützung von Ärztinnen und Ärzte bei der personalisierten medizinischen Entscheidungsfindung. Trotz fortlaufender Entwicklung neuer Modelle, bleibt ihre Anwendung in der klinischen Praxis allerdings gering. Dies liegt zumindest teilweise an Bedenken hinsichtlich Transparenz, Reproduzierbarkeit, Übertragbarkeit und Ethik dieser Modelle. Um diese Probleme zu überwinden, erweist sich die externe Validierung als ein wichtiges Werkzeug. Sie dient dazu, die Validität von Risikoprädiktionsmodellen über die Bevölkerung, die für ihre Entwicklung genutzt wurde, zu etablieren und bereitet so den Weg für ihre Umsetzung in unterschiedlichen klinischen Settings. In diesem Projekt werden wir Daten aus dem Deutschen Transplantationsregister nutzen, um ein Risikoprädiktionsmodell für das Überleben nach einer Herztransplantation extern zu validieren. Dieses Modell wurde ursprünglich auf Daten aus den USA entwickelt. Das Ziel ist es, die Anwendbarkeit und Übertragbarkeit des Modells auf eine deutsche Population von Herztransplantationsempfängern zu prüfen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt werden in die Entwicklung eines idealtypischen Prozesses für die Durchführung zukünftiger externer Validierungsstudien für Risikoprädiktionsmodelle einfließen. Darüber hinaus wird dies dazu beitragen, eine Standard-Pipeline zu etablieren, um die Integration solcher Modelle in die klinische Praxis zu verbessern.
Kontakt:
Schulz, Maxi
Institut für Medizinische Statistik, Universitätsmedizin Göttingen
Humboldtallee 32
37073 Göttingen
maxi.schulz(at)med.uni-goettingen.de
Titel und Kurzdarstellung:
Wissenschaftliche Beschreibung und Analyse aller bis zum heutigen Tag im Transplantationsregister verfügbaren Daten.
Kontakt:
Prof. Banas, Bernhard
Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef Strauss Allee 11
93053 Regensburg
Titel und Kurzdarstellung:
Wissenschaftliche Beschreibung und Analyse aller bis zum heutigen Tag im Transplantationsregister verfügbaren Daten.
Kontakt:
Prof. Banas, Bernhard
Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef Strauss Allee 11
93053 Regensburg
Titel und Kurzdarstellung:
Optimierung der Organtransplantationspraxis in Deutschland: Eine umfassende Analyse der Daten des Deutschen Transplantationsregisters (2006-2016)
Die umfassende und detaillierte Analyse von Transplantationsdaten ist entscheidend für das Verständnis der Effizienz und Wirksamkeit von Organtransplantationssystemen. Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die wissenschaftliche Nutzbarkeit der Daten des Deutschen Transplantationsregisters (TxR) für die Jahre 2006 bis 2016 zu untersuchen. Diese Analyse soll aufzeigen, wie Daten genutzt werden können, um die Praxis der Organtransplantation in Deutschland zu verbessern.
Forschungsziele:
Untersuchung der Auswirkungen von organprotektiven Maßnahmen bei postmortalen Organspenden und speziellen Szenarien, wie z.B. postmortale Organspende nach Intoxikationen.
Kontakt:
Dr. med. Svitlana Ziganshyna
Stabsstelle Transplantationsbeauftragte (TxB), Universitästklinikum Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 27b, Haus R
04103 Leipzig
ziganshyna[at]medizin.uni-leipzig.de
Titel und Kurzdarstellung:
Wir beabsichtigen zu untersuchen, ob sich in unserer, doch sehr anderen Krankenhauslandschaft, die Beobachtungen aus den USA reproduzieren lassen. Dafür möchten wir die im deutschen Transplantationsregister aufgeführten Daten nutzen, um eine ähnliche Auswertung wie Patel et al. durchzuführen. Wir planen die deutschen Transplantationszentren in zwei oder drei Gruppen (klein vs. Mittel vs. groß oder klein vs. groß) einzuteilen und Outcome und Value zwischen den Gruppen zu vergleichen. Um diese Auswertung durchführen zu können, benötigen wir zu den aufgeführten Empfängern das zugehörige Transplantationszentrum (Leistungserbringer). Um eine Stratifizierung der Daten durchführen zu können, sollen klinische und paraklinische Spender- und Empfängerdaten hinzugezogen werden (z.B. Alter und BMI des Spenders/Empfängers, MELD-Score des Empfängers). Die Daten werden hierfür in anonymisierter Form angefordert. Wir erhoffen uns durch die Auswertung Erkenntnisse zur Effizienz und Performance des deutschen Transplantationssystems und hoffen durch mögliche Erkenntnisse diese verbessern zu können. Die Ergebnisse sollen in einem internationalen Fachjournal publiziert werden.
Kontakt:
Prof. Dr. med. Nathanael Raschzok
Charité – Universitätsmedizin Berlin Campus Charité Mitte Virchow-Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
nathanael.raschzok[at]charite.de
Titel und Kurzdarstellung:
Vergleich der Lungentransplantationen bei Mukoviszidose zwischen dem Deutschen Mukoviszidoseregister und dem
Transplantationsregister
Vergleich der Anzahl der im Deutschen Mukoviszidoseregister bzw. im Transplantationsregister dokumentierten
Lungentransplantationen (bezogen auf transplantierte Personen bzw. Transplantationen) nach Kalenderjahren und.
Ermittlung der Überlebensrate nach Lungentransplantion (bezogen auf die erste Lungentransplantation) bei
Mukoviszidose (Empfänger).
Kontakt:
Prof. Dr. med. Lutz Nährlich
Justus-Liebig-Universität Gießen
Feulgenstr. 12
35292 Giessen
lutz.naehrlich[at]paediat.med.uni-giessen.de
Titel und Kurzdarstellung:
Vergleich der Lungentransplantationen bei Mukoviszidose zwischen dem Deutschen Mukoviszidoseregister und dem
Transplantationsregister
Vergleich der Anzahl der im Deutschen Mukoviszidoseregister bzw. im Transplantationsregister dokumentierten
Lungentransplantationen (bezogen auf transplantierte Personen bzw. Transplantationen) nach Kalenderjahren und.
Ermittlung der Überlebensrate nach Lungentransplantion (bezogen auf die erste Lungentransplantation) bei
Mukoviszidose (Empfänger).
Kontakt:
Prof. Dr. med. Lutz Nährlich
Justus-Liebig-Universität Gießen
Feulgenstr. 12
35292 Giessen
lutz.naehrlich[at]paediat.med.uni-giessen.de
Titel und Kurzdarstellung:
Einfluss des Body-Mass-Index (BMI) auf die Organallokation und Outcomes nach Transplantation
Ein mäßig erhöhter Body-Mass-Index scheint mit einem Überlebensvorteil verbunden zu sein. Es ist jedoch ungewiss, ob dieses „Adipositas-Überlebensparadox“ auch bei Empfängern von Organtransplantaten besteht. Desweiteren ist unklar, inwieweit starkes Übergewicht möglicherweise die Outcomes nach Organtransplantationen negativ beeinflusst. Aus diesem Grund gibt es keine einheitlichen Richtlinien zum Umgang mit Übergewicht in der Transplantationsmedizin.
Wir möchten anhand der anonymisierten Daten des Transplantationsregisters untersuchen, wie sich demographische und krankheitsspezifische Faktoren von Organspender und -empfänger mit besonderem Fokus auf das Körpergewicht bzw. den Body-Mass-Index auf das Überleben und die Komplikationsraten der Empfänger auswirken, um so eine Datengrundlage zum Umgang mit Adipositas in der Transplantationsmedizin in Deutschland zu schaffen.
Kontakt:
Dr. med. Benedikt Kolbrink
Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel
Arnold-Heller-Straße 3
24105 Kiel
benedikt.kolbrink[at]uksh.de
6. Dezember 2023
27. November 2023
3. November 2023
12. Oktober 2023
5. Januar 2023
20. Oktober 2022
5. September 2022
16. Mai 2022